- Project Runeberg -  Zoologiska Bidrag från Uppsala / Band VI. 1918 /
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(1911-1967)
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Verhältnisse hier in gleicher Weise zu deuten. Eine andere Deutung ist
übrigens nicht möglich.

Der Entwicklungsverlauf in der Büchse wäre danach folgender
gewesen :

Aus den eingetrockneten Dauereiern geht zu einer Zeit während
des Winters oder Frühlings 1912 eine 1. Generation von Weibchen
hervor, die einen oder mehrere Würfe Subitaneier. erzeugt, worauf sie
später im Sommer zum allergrössten Teil ausstirbt. Aus diesen Subitaneiern
geht die 2. Generation hervor, die wir am 18/t als junge Individuen und
kleine Weibchen, die im Begriff stehen, Dauereier zu bilden, vorfinden.
Keine derartigen kleinen Weibchen erzeugen Subitaneier, obgleich
sowohl Temperatur als Ernährungsverhältnisse als günstig angesehen
werden müssen. Während des übrigen Teils der Vegetationsperiode fährt
diese Dauereibildung fort, ohne dass ein einziges Mal Weibchen mit
Subitaneiern beobachtet werden können. Da ganze 3 Monate zwischen den
beiden letzten Untersuchungen lagen, so wäre indessen möglich, dass
eine solche Subitaneibildung der Beobachtung entgangen wäre.
Hiergegen spricht jedoch, dass bei der letzten Untersuchung so zahlreiche
freie Ephippien vorhanden waren, welcher Umstand beweist, dass die
Dauereibildung unterdessen fortgegangen ist, sowie dass keine jungen
Individuen beobachtet wurden, was zweifellos der Fall gewesen wäre,
wenn solche in beträchtlicherer Anzahl erzeugt worden wären.

Dass keine freien Ephippien am 18/y gefunden wurden, beweist
ferner, dass die 1. Generation keine Dauereier gebildet hatte, bevor sie der
Hauptsache nach ausstarb.

Das grosse Weibchen, das am 16/i2 beobachtet wurde, dürfte
dagegen der 1. Generation angehören und kann möglicherweise einen
späteren schwachen Subitaneiwurf gebildet haben, da ein Junges oder einige
wenige Junge ja leicht der Aufmerksamkeit haben entgehen können.

Die Untersuchung scheint mir als Resultat zu ergeben, dass die 1.
Generation von M. arctica ausstirbt, ohne Dauereier zu bilden,
und dass die 2. Generation unmittelbar Dauereier ohne
vorhergehende Subitaneibildung erzeugt, obwohl die äusseren Verhältnisse
keineswegs diesen Entwicklungsverlauf zu begründen vermögen.
Unabhängig von den äusseren Verhältnissen fährt also der auf Spitzbergen
gewöhnliche Entwicklungsverlauf fort, auch nachdem diese Verhältnisse
eine höchst beträchtliche Änderung erfahren haben. Der
Generationszyklus muss also bei M. arctica von Spitzbergen als bis zu einem
gewissen Grade erblich fixiert angesehen werden, so dass er
nicht durch eine Änderung der äusseren Verhältnisse wenigstens während
der zwei ersten Generationen, die aus den unter normalen Verhältnissen
erzeugten Dauereiern hervorgehen, beeinflusst wird.

Diesem Resultat darf nicht zu grosse Bedeutung beigemessen
werden, wenn es gilt, die Einwirkung äusserer Verhältnisse auf den Genera-

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