- Project Runeberg -  Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer /
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(1777) [MARC] Author: Carl Wilhelm Scheele, Torbern Bergman
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Weit gefehlet daß man die Chemie, diese so edle
Wißenschaft, in so enge Grenzen einzuschränken suchet.
Andere glauben, daß die Erde und das Phlogiston
diejenigen sind, aus welchen die ganze körperliche Natur
ihren Ursprung genommen hat. Die meisten scheinen
den peripatetischen Elementen gänzlich zugethan.

        §. 3.

Ich muß gestehen, daß ich nicht wenig Mühe
dieser Sache halber angewandt, um einen deutlichen
Begriff davon zu erhalten. Billig muß man über die vielen
Ideen und Muthmaßungen welche Schriftsteller in
dieser Materie aufgezeichnet, erstaunen, insonderheit wenn
sie über die Erklärungen der feurigen Erscheinung einen
Ausspruch thun, und eben hierum war es mir am
meisten zu thun. Ich sahe die Nothwendigkeit ein das
Feuer zu kennen, weil ohne dieses kein Versuch
anzustellen und keines Auflösungs mittels Würkung ohne Feuer
und Wärme auszuüben, möglich ist. Ich fieng also
an alle Erklärungen vom Feuer an die Seite zu
setzen, ich nahm eine Menge von Versuchen über mich,
um diese so herrliche Erscheinung so viel als möglich
auszugründen. Ich merkte aber bald, daß ohne
Erkenntniß der Luft, man über die Erscheinungen,
welche das Feuer darbietet, kein warhres Urtheil fällen
könnte. Ich sahe nach einer angestellten Reihe von
Versuchen, daß die Luft würcklich in die Mischung des
Feuers eingehe und ein Bestandtheil der Flamme und
Funcken mit ausmache. Ich lernete also daß eine
Abhandlung vom Feuer wie diese, ohne die Luft mit in
Erwägung zu ziehen, nicht mit gebührender Gründlichkeit
könne abgefaßet werden.

        §. 4.

Die Luft ist dasjenige flüßige unsichtbare Wesen,
welches wir beständig einathmen, den Erdboden
allenthalben umgiebt, sehr elastisch ist, und eine Schwere
besitzet. Sie ist beständig mit einer erstaunlichen
Menge von allerley Ausdünstungen angefüllet, welche
darinnen so zart zertheilt, daß sie auch in den
Sonnenstrahlen kaum sichtbar sind. Unter diesen fremden
Theilchen haben die Wasserdünste beständig das
Uebergewicht. Es ist aber die Luft auch noch mit einem
andern elastischen luftähnlichen Körper vermischt,
welcher in vielen Eigenschaften von selbiger abweicht und
von dem Herrn Profeßor Bergman Luftsäure, und
zwar mir gutem Grunde genennet wird. Sie hat ihr
Daseyn von denen durch die Fäulung oder
Verbrennung zerstöhrten organisirten Körpern.

        §. 5.

Nichts hat denen Naturkennern seit einigen
Jahren mehr zu schaffen gemacht, als eben diese zarte
Säure oder so genante fixe Luft. Zwar ist es nicht zu
wundern, daß die Vernunftsschlüße, welche man aus
den Eigenschaften dieser elastischen Säure herleitet, nicht
allen welche von vorher gefasten Meinungen ein
genommen, günstig sind. Diese Verfechter der Paracelsischen
Lehre glauben, daß die Luft an und für sich unveränderlich


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