- Project Runeberg -  Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer /
134-135

(1777) [MARC] Author: Carl Wilhelm Scheele, Torbern Bergman
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - §. 94 - Die Hitze ist ein Bestand-Theil unterschiedlicher Körper. §. 95

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vermögend ist. Dieser Versuch zeigte mir ebenfals daß die
Wasser Thiere die Feuer-Luft aus dem Wasser an sich
ziehen. Ich setzte einen Blut Igel in ein Glas
welches mit Wasser gäntzlich angefüllet und von aller Luft
verwahret war. Nach zweyen Tagen war er bey nahe
todt; ich versuchte darauf das Wasser auf vor erwehnte
Art und fand daß die Eisen Erde ihre grüne Farbe
behielt. Das aufquellen der Erbsen im kalten Wasser
ist grösten theils dieser in Wasser vorhandenen
Feuer-Luft zu zuschreiben. Füllet man ein Glas voll Wasser
und leget einige Erbsen darin, so enthält das Wasser
nach 24 Stunden zwar Luft-Säure aber keine
Feuer-Luft. In gekochten und kalt gewordenen Wasser
schwellen die Erbsen nur wenig auf. Ich sehe hier die
Ursache warum die von den Pflantzen abgezogene Wässer,
wenn die Bouteillen oft geöffnet werden, nicht allein
ihren Geruch verliehren, sondern auch ein schleimigtes
Wesen sich am Boden setzet, da hingegen selbige Wasser in
gantz vollen Gläsern beständig ihren Geruch und Klarheit
behalten. Alle Gewächse theilen dem Wasser etwas
schleimichtes mit, welches mit über geführet wird. Die Feuer
Luft ist die Haupt Ursache dieser Verderbung, komt
solche wieder ins Wasser, so ziehet solche das brennbare
von dem zarten oelichten und schleimigten Wesen an sich,
und verändert das gantze Wasser.

Die Hitze ist ein Bestand-Theil unterschiedlicher Körper.

        §. 95.

Aus §. 93. und vorhergehenden Versuchen glaube ich
der Wahrheit sehr nahe zu seyn, wenn man annimt, daß
die Feuer-Luft eine dulcificirte elastische Flüßigkeit ist;
Ein zartes Sauer wesen welches mit etwas Phlogiston
verbunden, und welches mit mehr und weniger
Brennbaren, auch andere Eigenschaften annimt.

Es ist also die Hitze eine besondere Säure welche
eine gewisse Menge Phlogiston in ihrer Mischung
führet, sie muß folglich ihrer Natur gemäß, sich mit
Materien welche eine Anziehung so wohl zu den Säuren als
Phlogiston haben, verbinden. Es müßen alsdenn solche
zusammen gesetze Körper Erscheinungen darbieten, welche
aus der mit ihr vereinigten Hitze, gröstentheils
herzuleiten sind. Alkalien, absorbirende Erdarten,
Metallische Erden sind es, welche sich wircklich mit der Hitze
verbinden, und demnach besondere Arten von
Mittel-Salzen zu wege bringen. Diese Körper müssen so gleich
die Hitze, dieses zarte Schwefel Wesen, wieder fahren
lassen, so bald als sie sich mit einer andern Materie
vereinigen, zu welcher sie eine starckere Verwandschafft
haben. Alle Arten Säuren so gar die Luft-Säure und
bisweilen bloß Wasser, können solche Decomposition
verursachen, nachdem die Hitze mehr und weniger fest damit
verbunden ist.

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