- Project Runeberg -  Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer /
136-137

(1777) [MARC] Author: Carl Wilhelm Scheele, Torbern Bergman
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Die Hitze ist ein Bestand-Theil unterschiedlicher Körper. §. 95

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Man nehme Mittel Salze von derjenigen Art, von
welchen man durch die Hitze allein ihre Säure scheiden
kan. Z. Ex. die fixen Laugen Salze, Kalckspat, die
weisse Magnesia, Metallische Erden, Kalck und
Magnesia in der Salpeter Säure aufgelöst, Magnesia in der
Salz Säure aufgelöst, m. m. Man calcinire sie
entweder in offenen oder verschlossenen Geschirren eine
halbe oder ganze Stunde so daß sie helle glühen:
Nachdem sie kalt geworden, verwahre man sie in kleinen
verschlossenen Gläsern. Hier hat man als den selbige Erd
Arten wie vorhero, außer daß sie sich in der Stelle der
Salpeter, Salz und Luft-Säure, mit der Hitze
verbunden. Einige können mehrere Hitze annehmen,
andere weniger und nachdem die Menge der Hitze ist,
nachdem sind sie auch in ihren Eigenschaften
unterschieden, so wie es mit mehreren Erden, welche viel und
wenig Luft-Säure und andere Säuren annehmen können,
gleichfals geschiehet. Diejenigen welche am meisten Hitze
angezogen, haben nicht allein da durch die Eigenschaft
erhalten sich in Wasser aufzulösen, (eine Erscheinung
welche die Hitze als eine zarte Säure mit vielen andern
Säuren gemein hat, als die Phosphorische,
Arsenikalische, Flußspat und Luft-Säure, welche wenn sie mit
den Erden recht saturiret sind, Salze hervor bringen so
in Wasser nicht aufzulösen, so bald aber mehr Säure
zu gesetzt wird, so lösen sie sich willig auf.) sondern
lassen auch die überflüßige, mit bloßen Wasser fahren.
Hieher gehören die Feuer festen Alkalien, der Kalck und die
Erde des schweren Spats [1], diese werden durch Hülffe
der mit ihnen vereinigten Hitze in Wasser auflöslich, und
die über flüßige Hitze wird durch das Wasser aus
getrieben, daher sie sich mit Waßer erhitzen, obwohl was die
Schwerspats Erde betrifft diese Erhitzung nicht mercklich
wahrgenommen habe. Der Kalck läst sich aus dem
Wasser wieder als Kalck präcipitiren; man giesse Alkohol
Vini in Kalck Wasser, so fält der Kalck und kan sich
wieder von neuen ohne Calcination in Wasser auflösen,
daraus zusehen daß er die Hitze als sein Menstruum noch
bey sich führet. Er ist demnoch ein Salz so in
Spiritu Vini nicht aufzulösen, eben des wegen kan der
ungelöschte Kalck sich in solchen Spiritu nicht erhitzen. Komt
eine Säure zu dem oben erwehnten gebrannten Erd
Arten, so lösen sie sich auf, und erhitzen sich gewaltig, weil
diese Säuren das vorige Mittel Salz decomponiren und
die Hitze gäntzlich austreiben. Setzet man einen
Thermometer in Kalck Wasser und giest etwas mit Luft Säure
saturirtes Wasser zu, so steiget der Spiritus ein wenig.


[1] Die Schwerspats Erde, ist eine eigene Erd Art.
Sie hat zwar mit den Kalck gemein, daß sie sich in
Wasser nach dem sie calciniret worden auflöset, die Gips
Auflösung aber decomponiret sich in diesem Wasser, und
es fält von neuen ein Schwerspat. Sie ist im Feuer
schmeltzbar und mit der Salpeter und Salz-Säure
macht sie Mittel-Salze so sich crystallisiren und die
Feuchtigkeiten aus der Luft nicht anziehen. Die Gips
Auflösung zerstöhret diese Salze ebenfals und alsden wird von
neuen ein Schwerspat erzeuget.

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