- Project Runeberg -  Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer /
138-139

(1777) [MARC] Author: Carl Wilhelm Scheele, Torbern Bergman
Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Like | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Die Hitze ist ein Bestand-Theil unterschiedlicher Körper. §. 95

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has been proofread at least once. (diff) (history)
Denna sida har korrekturlästs minst en gång. (skillnad) (historik)

Sind die Säuren, welche man auf die calcinirte Erd
Arten oder Alkalien giest, vorhero mit absorbirenden
Erden verbunden, so entstehet keine Hitze, obgleich die
Hitze wircklich ausgetrieben wird, es geschiehet hier eine
doppelte Decomposition. Es ist bekannt daß aus der
Mischung einer Auflösung des fixen Salmiacks und eines
recht caustischen Laugen Salzes, ein rechter Kalck von
neuen wieder entstehet. Hier verbindet sich die Hitze mit
der Kalck Erde und die Salz-Säure mit dem Laugen
Salze: giest man auf diesen Kalck eine Säure so wird
man so gleich die Hitze fühlen. Hat die Kalck Erde mehr
Hitze bey sich als andere Erden, welche, ob gleich sie starck
calciniret sind, sich nicht in Wasser auflösen, so muß
folgen, daß wenn zum Beyspiel, das englische bitter Salz
mit Kalck milch decomponiret wird, sich zwar die Vitriol
Säure mit der Kalck Erde verbinde, und die Hitze
alsdenn mit der Magnesia, da aber der Kalck mehr Hitze als
die Magnesia anziehen kan, so muß der überflüßige Theil
davon in Wasser ein gemischet werden. Ich setzte ein
Thermometer in Kalckmilch und ließ ihn eine Stunde
darin stehen, darauf mischte ich von einer Auflösung des
Bittersalzes dazu, gleich darauf stieg der Spiritus ein
wenig. Die metallischen Erden, ob gleich sie sich nicht
in Wasser auflösen, müssen eine nicht geringe Menge
Hitze an sich ziehen. Dieses erhellet aus der so sehr
vermehrten Schwere, welche sie, nachdem sie calciniret
worden, angenommen. Entweder haben sie nun die
Feuer Luft während der Calcination vermittelst ihres
Phlogistons ansich gezogen, daraus alsdenn die Hitze
zusammen gesetzet worden, oder haben sie ihr Phlogiston der
Luft übergeben und die Hitze von Feuer angezogen,
genug es ist Feuer-Luft bey diesen Kalcken zu gegen,
welche den Überschuß der Schwere verursachen muß. Ich
sage sie müßen eine nicht geringe Menge Hitze an sich
ziehen, denn man kann den Kalck durch ihren Überfluß in
Wasser auflößlich machen. Ich rieb frisch calcinirtes
Lithargyrium fein, und goß eine mit Wasser diluirte
Auflösung des fixen Salmiacks dazu, ich verwahrete alles
in einem Glas und schüttelte es zum öftern um, nach
einigen Stunden hatte die Auflösung Kalck Erde fallen
laßen und ich erhielt ein gutes Kalck Wasser, welches
sich an der Luft decomponirte, und den corrosivischen
Sublimat gelb präcipitirte. Wird die auflösung des
Küchen Salzes mit Lithargyrium digeriret, so bekomt man
ein scharffes mineralisches Laugen Salz. Körper,
welche mit über flüßig Hitze verbunden, als Laugen Salze
Kalck und Lithargyrium, haben eine Anziehung zum
Brennbaren so in den Oelichten Mischungen zugegen ist. Sie
lösen die fetten Oele und Schwefel auf, und machen
damit Seiffen; Giest man eine Säure zu einer Seiffen
Auflösung, so verbindet diese Säure sich mit dem
Alkali, als den wird die Hitze loß, und da man solche nicht
fühlet, so muß sie wiederum eine andere Verbindung
eingehen, sie trifft hier auch das Oel an, sie vereiniget
sich damit, und dieses Oel erhält da durch die besondere
Eigenschaft sich in Spiritu Vini in großer Menge

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Sun Jul 3 22:35:01 2016 (aronsson) (diff) (history) (download) << Previous Next >>
http://runeberg.org/scheelch/0080.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free