- Project Runeberg -  Vega-expeditionens vetenskapliga iakttagelser / Fjerde bandet /
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(1882-87) [MARC] Author: Adolf Erik Nordenskiöld
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aus und zeigten viel Lichenen. Ich untersuc-hte dort die
Abhänge eines etwa 250 m hohen Hiigels; anfangs war die Hebung
des Landes unmerklich, höher hinauf steiler, immer ohne
bemerkbarere Thalbildungen und Absätze. Unten werde ich
beschreiben, wie die Torfdecke der Felder bei der Erhebung
bald abnahm, und wie die höheren Theile des Berges absolut
nackt dalagen.

Das sudliche Ufer wurde auch besucht. Der Strand
-wall war (3—30 m hoch und bestand aus so stark verwittertem
Schiefer, dass nur hie und da einige Lichenen sich entwickeln
konnten und der Abhang oftmals aller Vegetation entblösst
war. Die Felder daruber hatten in der Hauptsache denselben
Charakter wie die oben beschriebenen. Ich hatte dort nicht
Gelegenheit einen Hitgel zu besteigen, uberzeugte mich jedoch,
dass auch dort die Torfdecke bei der Hebung des Landes
abnahm, und dass sich Löcher darin bildeten, worin der
Kalk-gries nackt hervortrat.

Ein Ausflug längs dem genannten Flusse bis zum
östlichen Ufer eines Binnensees, gab uns Gelegenheit
dieUnter-suchungen der Landschaft bis 50 km ins Binnenland zu
ver-folgen. Die 5—20 m hohen LTfer bestanden gewöhnlich aus
einer steilen Wand von stark witterndem Schiefer oder Lehm.
’rheihvei.se waren sie nackt, theilweise von höheren Pflanzen
mit Moos und etwas Lichenen recht tippig bewachsen. Hier
und dort trafen wir in diesen Abhängen sogar Gebtisehe von
niedrigen Aldern und /Safe-Gattungen. Die Felder oberhalb
der Strandwälle vermissten immer alle höheren Sträuche. Sie
waren einförmig, wie schon gesagt, hauptsächlich von
Cypera-c-een, Moos und Lichenen bewachsen. Sie zeigten eine fast
un-merkliche Wellenlinie: auf den Anhöhen fand ich die Lichenen
mehr bemerkbar, in den Thälern weniger. Voin LTfer des Sees
wanderte ich etwa 10 km iiber clerartige Felder, in Riehtung
gegen einige höhere Berge. Die Wanderung wrar durch die
dicken, weic-hen Lager von Moos und hohen Lichenen
un-beschreiblic-h ermiidend, ganz ebenso wrie in den weichsten
Sphagnum-Morästen in Schweden. Da die Felder höher
ge-stiegen waren, nahmen die Lichenen noch mehr an Anzahl zu,
die Torfdecke wurde niedriger und Steine erhoben sich daraus.
Die Erde wurde schliesslich von einer dunner Kruste bedeckt,
worin von höheren Pflanzen Empetrum, Arbutus, Leäum, Carices
vorkamen. Höher schien der Berg Steingerölle zu haben, so
hoch kam ich jedoch nicht.

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