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5. Bering Insel, um 55° nördlicher Breite, den 15 bis 19
August besucht. Die Colonie am Siidwest-Ende der Insel war
der Ausgangspunkt der Untersuchungen. Die Gegend wurde
in mebreren Exeursionen, nordwärts bis zum Fangplatze der
Seebären, eingehend studirt. Die Bergart ist vulkanisch.1
Schnee trafen wir in recht grossen Massen unterhalb steilen
Abhängen sowohl am Strande, wie auf dem Lande.
Die Landscliaft besteht aus niedrigen Ebenen, von denen
sich zahlreiche plateauförmige Hiigel meistens von 30—60 m
Höhe steil erheben. Oben auf den Hiigeln und Bergen liegen
Hochebenen, von denen neue Abhänge aufsteigen. Das höchste
Plateau in der Nähe unseres Hafens fand ich 200 m hoch.
Erst weit im Östen sahen wir höhere, schneebedeckte Berge,
die etwa 500 m betragen solien.
Der Strand bietet zahlreiche grosse Felsen von allerlei
Formen, die fast bis zur Oberfläche des Wassers mit Lichenen,
obgleich tiefer unten nicht sehr reichlich, bedekt sind. Hier
und dort war der Strand die directe Fortsetzung einer der
niedrig gelegenen Wiesen, manchmal stiirtzten sich die
Abhänge der Hiigel von 50 m steil ins Meer.
Die niedrigen Ebenen sind immer von einem dicken
Torf bekleidet, worauf eine manchmal meterhohe Vegetation
von Gräsern und Sauergräsern gedeiht. In dem grunen
Tep-piche fand ich fleckenweise unmerklich erhobene Steilen, wo
Empetrum, kurze Sauergräser, Moos und Lichenen den Rauni
ftir sich in Anspruch genommen hatten.
Die Hochebenen boten eine sehr verschiedene Vegetation
dar. Dort traf ich oftmals eine iippige Flora von hohen
pha-nerogamen Pflanzen und auch Sträuchen. Längs den Abhängen,
auf kleinen freistehenden Rucken und anderen Erhebungen war
die Vegetation haidenähnlich mit ’Empetrum als
Hauptbestand-theil. Auf den höchsten Ebenen, um Steine herum, sowie auf
dergleichen weniger giinstigen Plätzen war die haidenähnliche
Vegetation reducirt, und der Boden von einer recht diinnen
Kruste bekleidet.
Die steilen Abhänge waren immer reichlich von hohen
Pflanzen uberwachsen, die ordentlieh Gebiische bilden konnten.
1 Nordenskiöld, Vegas Färd, Bd II, S. 291.
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