- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjerde Bind. 1888 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Bemerkungen zu den Eddaliedern (Ferd. Detter)

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wahrscheinlich, weil der Zusammenhang zwischen den beiden
helmingar der v. 5 sehr lose ist.

Mit dieser Deutung werden wir allen Anforderungen
gerecht. Sie enthält einen Hinweis auf den Tod Helgis, sie
erklärt den ersten helmingr der v. 4, sie empfiehlt sich auch
deshalb, weil nach ihr die Befestigung der drei Schicksalsfäden
die gleiche Bedeutung hat.

Noch eine Schwierigkeit bleibt übrig. Da v. 2 alle
Nornen auftreten s. S. 61, so kann ’thaer’ v. 3. 4 sich nur
auf alle Nornen, also auch auf ’nip t Ner a’, beziehen. Dadurch
erhalten wir aber die äusserst seltsame Vorstellung, dass
’nipt Nera’ ihren Schwestern bei der Befestigung der
Schicksalsfäden im Westen u. Osten hilft, während sie die
Befestigung des Bandes im Norden allein vornimmt, wobei ihr
ihre Schwestern unthätig zusehen, dass also ’nipt Nera’ mehr
zu thun hat, als ihre Schwestern.

Jedenfalls nahm der Dichter an, dass die drei Bänder
gleichzeitig befestigt wurden, u. daher kann ’þaer’ nicht
ursprünglich sein. Ich glaube, wir werden dem ursprünglichen
nahe kommen, wenn wir für ’thaer’ ’tvaer’ conjiciren.

’Nera’ fasse ich mit Bugge Arkiv II 250 = ’neðra’; ’nipt7
ist dann die Schwester der im ersten helmingr erwähnten
zwei Nornen.

Helgakv. Hund, l 15-20, II 14-18; die Yölsungakv. hin forna.

Den. v. I 15-20, welche die erste Begegnung Helgis u,
Sigrúns schildern, steht als zweite stark abweichende Fassung
desselben Scene II 14-18 gegenüber.

In I reizt Sigrún Helgi zum kämpfe gegen ihren
Verlobten Hööbroddr u. erwähnt nur flüchtig ihren Vater Högni1,

1 I 19-20 ist nicht von Högni die Rede, denn ’Isungsbani’ ist wie I 55
(’jöfur thann er olli oegis dauða’) lehrt, Hööbroddr. s. Heinzel
Sitzungsberichte d. Wiener Akademie d. Wiss. phil. hist. Cl. 1885r
CIX II 688, 689.

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