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Notizen.
1) Über Ungers ausgäbe der, Heimskringla waltete ein eignes
misgeschick: während er für die Olafssaga hins helga und die
folgenden spgur die Kringla (cod. AM. 36 fol. und 63 fol.) benutzte,
glaubte er sich für den ersten teil auf eine Chri^tianiaer handschriffc
verlassen zu können, die er für eine abschrift Asgeir Jónssons und
dem cod. AM!. 35 fol. (dem ersten teile der Kringla) gleichwertig
hielt. Sein text erweist sich aber, worauf ich (Oddr etc. s. 47)
aufmerksam gemacht habe, als ein mischtext: es ist der Kringlatext,
interpoliert aus hauptsächlich Frisianus und daneben Jøfraskinna, wozu
sich noch ein par nicht von vornherein erklärliche abweichungen
gesellen,, die offenbar der Christianiaer hs. eigentümlich sind.
Nun hatte Storm (Snorre Sturlassons historieskrifning, s. 206, a. 5)
bestimmt behauptet, die von Unger benutzte hs. sei eine abschrift
des Frisianus gewesen. Indem ich diese angäbe mit der tatsache
kombinier té, dass uns in Ungers ausgäbe ein mischtext vorliegt,
glaubte ich schliessen zu dürfen, dass Unger seiner angäbe entgegen
den text der Kringla, wie er sich aus der Kopenhagner ausgäbe von
1777 (K) ableiten lässt, zu gründe gelegt und diesen aus seiner
Chri-stianaer hs. und den in K angeführten varianten interpoliert habe,
vor allem deswegen weil sich in seinem text zwei falsche
Frisianus-varianten aus K vorfinden.
Diesen schluss muss ich zurücknehmen, und ich bedaure, Unger
unrecht getan zu haben. Herr próf. Storm hat die gute gehabt, mir
auf eine anfrage hin mitzuteilen, dass seine erwähnte angäbe irrig ist.
Er hat im jähre 1870 auf der Christianaer Universitätsbibliothek als
Ungers hs. den cod. 547, 4to erhalten, der allerdings eine abschrift
des Frisianus ist. Später (1872) von Unger darauf aufmerksam
gemacht, dass diese hs. nicht die richtige sei, hat er mit Unger die hs.
gesucht, aber nicht gefunden; und sie ist auch heute noch nicht zum
Vorschein gekommen. Damit fällt selbstverständlich meine ganze
argumentation in sich zusammen.
Inzwischen bin ich bei einer einsieht in den cod. AM. 35 fol.
zu einer ändern ansieht gelangt (schon vor Storms mitteilung).
Zwischen die zeilen und an den rand dieses codex sind nämlich von einer
hand des 18ten jhds. eine unmasse varianten aus Peringskiölds
ausgäbe, aus Jøfraskinna und vor allem aus Frisianus hineingeschrieben,
die mit den in K gebrauchten zeichen versehen sind: die also offenbar
eingetragen sind, als die grosse Kopenhagner ausgäbe vorbereitet
wurde. Alle Schwierigkeiten werden nun gelöst, wenn wir annehmen,
dass die verlorne Christianaer hs. zu einer zeit aus cod. AM. 35 fol.
abgeschrieben ist, als diese varianten bereits eingetragen waren: der
abschreiber nahm die varianten in seinen text, wenn s ihm gerade passte.
Diese annähme wird dadurch gesichert, dass in cod. 35 auf bl. 144V
die falsche Frisianus-Variante hafi über das ursprüngliche hafa der
Kringla geschrieben ist: von hier aus kam sie in den apparat von K
AliKIV FÖR NORDISK FILOLOGI VIII, NY FÖLJD IV.
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