- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Tolfte Bandet. Ny följd. Åttonde Bandet. 1896 /
210

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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210 Detter: Anmälan.

Strophe im fornyrðislag die späteren landnámamenn Geirmundr und
Ham undr heljarskinn als die echten Söhne des Königs bezeichnet,
sieht so unhistorisch aus, wie nur möglich. B. hält an einem
historischen Dichter Bragi, der in der 1. Hälfte des 9. Jhds lebte,
fest, und die bestimmten Angaben über seine Abstammung machen
seine Existenz in der That wahrscheinlich. Es konnte nun leicht
geschehen, dass man den Namen des Dichters, der wol mit ags.
brejp nahe verwandt, und, wie F. Jonsson gezeigt hat, auch nicht
vereinzelt ist, mit dem Ausdruck für Poesie bragr in Verbindung
brachte, dass man annahm, die Poesie sei nach dem Dichter bragr
genannt worden, und dass man weiter diesen in den Olymp
versetzte. Seinem Versuche, die Namen Boddi und Lopthcena als
Umformungen irischer Namen zu erklären, wird B. wol selbst
keine grosse Bedeutung beimessen. Interessant ist die Mittheilung
auf S. 100, dass der Verfasser des Gedichtes von der
Brávalla-schlacht die Bagnarsdrapa gekannt hat; in der Widergabe Saxos
werden nämlich die Skalden Brahi und Rankil (Bragi und
Hrafh-ketill) genannt.

Die kritik des Ynglingatal fuhrt zu keinem so sichern
Resultate wie die der Bagnarsdrapa, und B. gibt das auch selbst zu.
Aber auch hier ist der Zweifel vollkommen berechtigt. B. macht

vor allem darauf aufmerksam, dass Rpgnvaldr, der Sohn des Ólafr
Geirstaðaálfr, nur in Verbindung mit dem Ynglingatal genannt wird,
dass also alle diese Nachrichten einzig und allein auf das
Ynglingatal zurückgehen. Die Existenz dieses Rognvaldr hängt somit an
einem bedenklich dünnen Faden, denn^wie leicht können zwischen
den beiden Strophen, welche von Olafr und RQgnvaldr handeln,
mehrere Mittelglieder ausgefallen sein, sodass also ursprünglich im
gedieht Rpgnvaldr gar nicht als der Sohn des Olafr Geirstadaálfr
gedacht war. B. bringt auch hier Untersuchungen über die
poetischen Mittel des Ynglingatal. Schlagend ist die Erklärung von
flœmingr als "flämisches Schwert," dem sich peita Lanze, eigentlich
Lanze aus Poitou vergleicht. Wenig überzeugend ist der ff.
Datierungsversuch mit Hilfe einer Zusammenstellung von z. Th. recht
geringen Übereinstimmungen mit den Eddaliedern und skaldischen
Werken. B. nimmt hier an, dass das Ynglingatal c. 950 verfasst sei.
Im nächsten Abschnitte handelt B. über eine dunkle
Halbstrophe des Þjódólfr, welche Olafr Þórctarson in der 3:ten
grammatischen Abhandlung zur SnE. anfuhrt:

hgfudbadm,

þar er heidsœi

á fjgrnis

fjgllum drýgcti.
Olafr Þórdarson macht dazu die Bemerkung, dass das Meer hier
fjgll sækonungs genannt werde. B. verweist auf Stellen wie Heil,
m. s. I, 194 hversu mihil heidsœi er veitandi helgum mgnnum, þviat
þeir ero mustert guds, eine Übersetzung von quantus sit viris sanc-

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