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Bertelsen, Om Didrik af Berns Sagas oprindelige Skikkelse,
Omarbejdelse og Håndskrifter. VIII + 193 S. 8:0. Kbh. 1902.
Durch Boers Arbeiten über die Þiðrekssaga ist diese
ungemein wichtige Quelle unserer Heldensage wieder in den Mittelpunkt
wissenschaftlichen Interesses getreten, nachdem die Beschäftigung
mit ihr fast zwei Jahrzehnte geruht hatte. Es unterliegt keinem
Zweifel, dass Boers Auffassung des Handschriften- und
Redaktionsverhältnisses Schwächen, innere Widersprüche, ja
Unmöglich-keiten enthält. Diese haben Bertelsen Veranlassung gegeben,
die Geschichte der Þiðrekssaga noch einmal in Angriff zu nehmen,
und das hat er mit ebenso grosser Umsicht wie tiefem Verständnis
für seine Aufgabe getan und dadurch die so schwierigen und
wichtigen Probleme ihrer Lösung wesentlich näher geführt. Für
endgültig gelöst anzusehen vermag ich sie noch nicht. Berteisens
Annahmen sind m. B. zu kompliciert, und ich glaube, dass eine
einfachere Auffassung des Bedaktions- und
Handschriftenverhältnisses den berechtigten Forderungen Boers ebenso gerecht wird
wie denen Berteisens.
Nach Trentler steht zunächst fest, dass in den beiden Teilen
der Stockholmer Membrane — Mb2 und Mb3 nach Bertelsen —
zwei verschiedene Bearbeitungen der Saga vorliegen, und dass Mba
die ursprüngliche Saga am reinsten wiedergiebt. Es steht ferner
fest, dass Mb* ein interpolierter und mehrfach überarbeiteter Text
ist. (Ich möchte bei dieser Gelegenheit auf die wichtige Tatsache
hinweisen, dass es nur dieser Überarbeiter ist, der sich auf deutsche
Quellen beruft.) Von diesen m. E. feststehenden Tatsachen geht
auch Bertelsen aus, wie schon vor ihm Boer getan hat. Er nimmt
dann weiter an, dass sowohl Mb2 als auch Mb3 Abschriften sind,
Mb3 also eine umgearbeitete Vorlage voraussetzt. Diese Annahme
dünkt mich irrig; sie erschwert die richtige Auffassung des
Hdd-verhältnisses una sie macht Bertelsens Auffassung kompliciert. B.
meint, dass Mb3 nach einem vorliegenden Original geschrieben sei.
Allein hierfür vermag ich, soweit es den 3. Schreiber betrifft, den
eigentlichen Bedaktor von Mb3, keinen Beweis zu finden; das sem
fur sein *) kommt auf Konto des 5. Schreibers. Dagegen spricht
manches dafür, dass der 3. Schreiber zugleich der Überarbeiter des
2. Teiles der Þidrekssaga ist, und dass eine selbständige Bedaktion
Mb3 als Vorlage der erhaltenen Membrane nicht vorausgesetzt zu
werden braucht. Und selbst in dem Fall, dass offenbare Schreib-
’) Ich habe in meiner Literaturgesch. (8. 860 Anm. 1) F. Jónsson
böses Unrecht getan, indem ich ihm fälschiioher Weise einen Irrtum
vorgeworfen habe, der gar nicht besteht. Die Anmerkung ist infolgedessen zu
tilgen.
ABUY FÖB XOaDISK FILOLOQI XXI, NT FÖLJD XVII.
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