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Vrátný: Literarische Kleinigkeiten. 173
gesagt. Und als ihm nach einigen Jahren der König nach Island
die Botschaft zukommen liess, er möge wieder nach Norwegen
kommen und in seiner Gefolgschaft sein, und ihm versprach, "at
eigi skyldi haus virding verit hafa meiri, ok engan mann skyldi
hann hærra setja í Noregi ótiginn, ef hann vildi þetta bod þekk-
jast", da traute Halldórr seinen Versprechungen nicht, "den ich
kenne”, sagte er, "seine Sinnesart und weiss, er würde vollführen,
was er mir verheisst, dass er keinen Mann in Norwegen höher set-
zen würde als mich, denn er würde mich an den höchsten Galgen
hängen lassen, wenn er in der Lage wäre es tun zu können”.
Trotzdem scheint der König wirklich eine gewisse Anhäng-
lichkeit zu dem tapferen und barschen Isländer in seinem Herzen
bewahrt zu haben. Als er alt wurde, erinnerte er sich seiner
wieder und liess ihm nach Island sagen, er möchte ihm, dem
K önig, einige Fuchsfelle schicken, um sich daraus eine recht warme
Bettdecke machen zu lassen. ”Eidist árgalinn nú”, soll Halldórr
spöttisch gesagt haben, als er des Königs Botschaft hörte; trotzdem
aber schickte er ihm die gewünschten Felle.
H. 778. (224). "Eine Skaldenerzählung . . . ist auch der
Ivarrsþáttr Ingimundarsonar, nach dem König Eysteinn, der äl-
teste unechte Sohn des Königs Magnus, den Skalden ívar, welchen
sein Bruder um seine Geliebte betrogen hat, dadurch tröstet, dass
er ihn bei allen schwierigen Verhandlungen als Ratgeber heran-
zieht und sich dann von seiner Geliebten erzählen lässt”.
Das letzte ist richtig — dass sich der König von ihm von
seiner Geliebten erzählen lässt, aber nur damals, wenn er nicht
"mit schwierigen Verhandlungen" beschäftigt ist. Dass ihm dabei
ívarr als Ratgeber beigestanden hätte, dessen tut der þáttr keine
Erwähnung. Es heisst dort: ”Far þú nú á fund minn hvern dag,
þá er hord eru uppi, ef ek sit eigi yfir naudsynjamalum ok mun
ek hjala vid þik; skulum vit rœda um konu þessa, alla vega sem
þú vill” . . . ”Ok nu gerdu þeir svá, at jafnan, er konungr sitr
eigi yfir vandamálum, þá talar hann oft um þessa konu vid ívar”.
S. 791—702 (237—238). . . . "Geschichte des sechsten Bischofs
von Skálholt, der zuerst mit dem kanonischen Kirchenrecht auf
Island Ernst gemacht und selbst sein Leben in Ehelosigkeit ver-
bracht hat. Durch sein energisches Eintreten für dieses kanoni-
sche Recht wurde er auf dem Althinge des Jahres 1199 heilig
gesprochen”.
Dass Þorlákr "durch sein energisches Eintreten” u. s. w.
heilig gesprochen wäre, das kann kaum behauptet werden, wenn
mann seine älteste Lebenssaga liest. Es wird dort freilich auch
von seinem Eifer in dem bischöflichen Amte erzählt, aber vor allem
ist es seine Demuth, seine Milde, seine Enthaltsamkeit, sein Ge-
betseifer, die dort wiederholt gerühmt werden, und es sind dies
die Eigenschaften, um deren willen der Erzbischof Eysteinn von
Nidarós sich über Þorlák, nachdem er denselben zum Bischof
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