- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
107

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Beiträge zur runenlehre (Theodor von Grienberger) - 1. Die nordischen namenreihen

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v. Grienberger: Zur runenlehre. 107

loer aus — ist man zunächst geneigt eine starke
einwir-kung des angelsächsischen organs zu constatieren, der
zufolge die nordischen diphthonge ei und au monophthongiert
wurden, also rëfy cm, nöft statt m’ð, kann, nauti und in
hagol und beorc direct ags. Wörter statt der nordischen
eingesetzt sind. Aber es ist auch möglich, dass die
monophthongierungen schon dem betreffenden nord. dialecte angehört
haben. Besonders interessant ist die Schreibung mander, welche
auf ostnord. ursprung der namen hinweist. Die rune J^ führt
hier schon den namen yr.

Aus continentaler Überlieferung stammen die nordischen
runennamen des Abecedarium Nord(mannicum), cod. Sang.
878 — facsimile zuerst bei Hattemer Denkmale I taf. 1,
dann bei Wilh. Grimm Zur lit. der runen, zujüngst
verglichen von Piper Zs. f. deutsche phil. 13, 445 — die ich
aus dem verbindenden texte heraushebe:

feu. ur. thurif. of. rat chaon. hagal. naut

if ar. fot 111 (rune ’f ). brica. man. lagit. yr (rune ^).

Auch hier ist die einwirkung des deutschen
sprach-mittel8, in dem die nordischen namen fortgepflanzt sind,
unverkennbar, ch und ao für h und au sowie t für # in cliaon
und naut kommt auf rechnung der deutschen Orthographie
und thtnrisj so in Thurislóun ’Dorla’ Förstem, nbch. II2,
1460, maw, brica und lagu sind deutsche beziehungsweise
sächsische Wörter, brica insbesondere, das nur durch eine
mittelform birica verständlich wird, in der sich die
accentstelle auf das secündäre i verschoben hat brica <c Hirica,
sowie lagu können unmöglich nordisch sein. Dass auch nord.
Tyr übersetzt war und *Tiu gelautet habe ist wahrscheinlich
und man möchte wol glauben, dass die 3 verticalen striche,
die neben der rune noch constatierbar sind, die vocale tu
darstellen und dass demgemäss zum vollen namen die rune
f mitzulesen war. Merkwürdig ist die monophthongierung
von ei > á in rat. Man denkt an ags. rád und zwar um

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