- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjerde Bind. 1888 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Bemerkungen zu den Eddaliedern (Ferd. Detter)

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durch die Ähnlichkeit ihrer Eingänge (’Pví fyrr skulu at
Frekasteini’ II 21, ’Fyrr vilda ek at Frekasteini’ I 44)
Beziehung zu ein ander verrathen, auch sachlich sich als
verwandt ergeben, indem dann in beiden Fällen ein Vergleich
vorliegt (’Því fyrr’ II 21, Tyrr . . . en’ I 44) u. auch die
beiden verglichenen Gedanken die gleichen sind: ’sáttir
saman um sakar doema’ II 21, ’hrafna seðja á hraeum thinum’
I 44 (Kampf); ’hann hefir eðli aettar thínnar, arf Fiörsunga
und sik thrungit’ II 20, ’ti kr y Örar teygja at sölli, eða gefa
göltum’ I 44l (Sieg Helgis).

Bei beiden angeführten Möglichkeiten geht aber aus II
20. 21 hervor, dass die von Symons Zs. f. d. Phil. 18. 117
vorgetragene Ansicht, dass nämlich II 14-18 u. II 19-24
demselben Gedichte, der Völsungakv. hin forna, angehören,
falsch ist.

Nach der ersten Auffassung gibt Guðmundr II 21 als
besondere Motive, welche ihn u. seine Brüder zum Kampfe
veranlassen, an 1. die Besiegung seiner Verwandten durch
Helgi u. 2. andere Unbilden, welche sie seit lange von Helgi
zu leiden hatten. Es ist meines Erachtens sehr
unwahrscheinlich, dass ein Dichter, der annahm, dass Sigrun der Preis der
Kampfes sei, im Scheltgedichte Guðmundr erklären liess, die
Granmansöhne hätten Ursache Helgi feindlich gesinnt zu sein,
weil er das Land ihrer Verwandten erobert habe, aber
ganz verschwieg, dass Höðbroddr in Helgi den Rivalen zu
hassen habe.

Noch deutlicher bei der zweiten Auffassung. Auch hier
ist es unverständlich, dass ein Dichter, nach dessen Vorstellung
Sigrún den Feldzug veranlasst hat, Sigrúns Befreiung der
leitende Gedanke desselben, die Eroberung des Landes
Höð-broddrs aber nur eine weitere, aber keineswegs von vorn

1 ’tikr eins teygja’ I 44, ’hunda eins binda’ II 39, ’hesta eins gaeta’
II 39, ’gefa svinum, göltum eins’ I 44 sind Umschreibungen für:
’sich in Knechtschaft bei jemandem befinden’.

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