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242 Boer: Über die Þictreks saga.
Ausführungen über die quellen des |>s. habe ich mir
bei dieser Untersuchung nicht zur aufgäbe gestellt. Im
allgemeinen behalten die bisher von anderen gewonnenen
re-sultate ihre bedeutung; nur dass man hinfort beim prolog
keine stütze für irgend eine meinung suchen darf. Nirgends
teilt der Verfasser mit, dass er die ganze saga nach deutschen
quellen bearbeitet hat; jeder einzelne abschnitt fordert
demnach in dieser hinsieht eine gesonderte Untersuchung- Dass die
Niflunga saga auf deutsche quellen zurückgeht, bezweifelt
jetzt wol niemand; ihre Stellung innerhalb der |>s. aber ist
noch überaus fraglich. Für alle in |>s. überlieferten sagen ist
deutsche herkunft nicht nachgewiesen; die Velents saga z. b.
zeigt sich nur teilweise in Deutschland localisirt (Velents
er-ziehung); übrigens sprechen viele tatsachen für ihren
scandi-navischen ursprung. Wenn eine sage ohne zweifei deutsch ist,
darf man noch nicht ohne weiteres daraus schliessen, dass sie
dem Verfasser selbst von deutschen männern überliefert
worden ist. Namensformen wie Friðrekr für Dietrich, Rodolfr
für Rüdeger in Yilk. s. lassen uns eher auf eine längere
zeit hindurch fortgesetzte mündliche Überlieferung schliessen,
und unwillkürlich stellt man sich die möglichkeit vor, dass
ein teil der in |>s. enthaltenen sagen zuerst über Dänemark,
vielleicht schon in liedform, nach Norwegen gelangt seien.
Vorläufig ist dies freilich nur eine vermutung. Soviel steht
aber fest, dass derjenige, welcher die |>s., wie sie vorliegt, hat
samansett eptir S9gn J>ýdeskra manna, der erste
umarbeiter (U) war.
Wir sind am ende dieser Untersuchung. Ihre
hauptre-sultate fasse ich zusammen in folgender Übersicht: |>s. ist
überliefert in zwei hauptredactionen. Dem originale am
nächsten steht membr.2, die übrigen hss. sind repräsentanten einer
Umarbeitung, welche bis c. 152 vom originale nur wenig
abweicht. Von c. 196 an, wo membr.2 aufhört, ist |>s. nur in
dieser Umarbeitung überliefert. Mit Sicherheit kann man die
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