- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Elfte Bandet. Ny följd. Sjunde Bandet. 1895 /
309

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Kauffmann: Ai¾nAl*.n. 309

Uppsalastudier tillegnade Sophus Bugge på hans 60-dra
födelsedag den S Januari 1893. Uppsala 1892.

Es ist nichts davon bekannt geworden, dass in Deutschland
der ehrentag’/desrnorwegischen forschers mitgefeiert worden wäre.
Aber Sophus Bagge hat in seinem reichen gelehrtenleben häufig
genng erfahren, in welch lebhaften contakt mit seinen arbeiten
ge-i¾de die deutsche wissenschaft getreten ist. Wir verf¾gen nicht
Über ein publikum, das breit und gross genug wäre, um wiirdig
einen der hauptvertreter nordischer altertumswissenschaft vor der
öffentlichkeit zu ehren. Statt dessen mag in manchem stillen
stu-dirzimmer auf deutschem boden dem ehrwiirdigen fachgenossen
dankbare huldigung geweiht worden sein: wir alle sind uns
be-wusst, was wir dem neiss und dem scharfsinn Bugges verdanken.
Er ist einer der begrunder der nordischen philologie — wie wir
diesen begriff wenigstens in Deutschland verstehen — und man
muss die specifisch philologische seite seiner tätigkeifc
beriicksich-tigen, um ganz der gewissheit inne zu werden, dass sein name
bleiben wird medan gld lifir.

Was hat doch Bugge fur die philologische einzelerklärung
der Norren Fornkvœpi geleistet! Kem älterer und kein jÜngerer
forscher känn sich darin mit ihm messen. Man denke aber auch an
die umfassenden linguistischen kenntnisse und an forschungen, die
manchmal verfehlt aber stets anregendf gewesen sind und das
ge-sammtgebiet des indogermanischen sprachlebens als ihm vertraut
erwiesen haben. Man denke an das kÜhne system nordischer
my-thengeschichte wie es in den Studier niedergelegt ist. Zahlreiche
gelehrte sind mit mir einig, dass dieses system keine
existenzbe-rechtigung hat, aber ebenso zweifellos ist es, dass mit den Studier
Bugges eine neue periode der mythologischen forschung ansetzt,
eine periode, deren gehalt sich als kulturhistorische
mythen-forschung bezeichnen Tiesse. Man denke schliesslich an Bugges
verdienste um sögur, rånen und volkslied, um metrik und um
sa-genforschung! Man wird ein solch ausgedehntes studieninteresse
auch bei andern gelehrten finden, aber es ist doch ein glänzendes
zeugniss för Bugges persönlichkeit, ihn auf all diesen gebieten, wie
schon die vorliegende festschrift bezeugt, als anregenden lehrer und
bildner jiingerer kräfte kennen zu lernen.

Läffler leitet den band ein. Er will auf dem Tunestein sy<h
ster lesen, nicht sibjoster mit Bugge emendiren. Er verweist auf
afries. sia (verwantschaft), nach seiner vermutung von dem
pronomi-nalstamm se/so mit ^-ableitung gebildet. Das ist ja vielleicht
mög-lich — die schwierigkeiten sind nachträglich s. 226 von L. selbst
her-vorgehoben. Ich sehe nicht ein, warum sia nicht an lat. sequi
ange-lehnt werden könnte (« gefolgschafb vgl. auch Kögel Zeitschr. f.
deutsches Altert. 83, 13 ff.), sijoster wiirde dann zunächst lat.
so-cius entsprechen (aus *seq0). In einem sehr verdienstlichen artikel

AJUCIY VÖB MOBOMK VILOLOOI JU, Kt FÜUP VII.

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