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206 Detter: Anmälan.
heit ist in der That recht anwahrscheinlich, und ich glaube
deshalb, dass die Möglichkeit zu erwägen ist, ob nicht das lagor der
irischen Aufzeichnung sein Dasein einem Abschreiberfehler
verdankt. Die Hs hat eine ganze Reihe von Entstellungen :fea (statt
féu), ar (statt tir), naun (statt nauþ), isar (statt is. ar), diur (statt
Tyr)> eir (statt ýr). Der Buchstabe r hat entweder die Form der
Majuscel, oder der Minuscel, und besteht immer aus zwei Strichen;
nur bei lagoi findet sich das 2, und 60 scheint es mir nicht
unwahrscheinlich, dass in der Vorlage Zag* oder /øg« stand, und der
Abschreiber fälschlich lajpx las, indem er den zweiten Strich von r
fur : nahm, und den ersten, der auch sonst eine Biegung nach
links zeigt, für 0, wobei auch das vorausgehende 5 mitwirken
konnte; ganz ähnlich hat er bei diur die untere Krümmung des
r för Schlinge eines d gehalten.
Die irische Aufzeichnung bezeugt uns also nur eine
norwegische Form fèu für das ganze 9. Jhd., und folglich sind auch
gleichzeitige Formen wie *glaðu, *setu wahrscheinlich. Die dem
Bragi zugeschriebenen Verse scheinen mir aber nicht nothwendig
ein einsilbiges glgct und sjpt vorauszusetzen. Hält man ferner die
Leidener Aufzeichnung zusammen mit den Inschriften auf dem
Rök- und Kälfve-Stein, so ergibt sich, dass man in Schweden um
900 noch garuRy StiguR sprach, in Dänemark aber um 850 schon
Ipgr. Diese grosse Verschiedenheit innerhalb des ostnordischen
Gebiets lässt es auch als recht zweifelhaft erscheinen, ob wir
berechtigt sind, von dem strpntu auf dem Rök-Stein, oder von
dem reidu der Leidener Aufzeichnung auf gleiche norwegische
Formen zu schliessen.
Die Verse, die dem Bragi zugeschrieben werden, zeigen auch
die zweisilbigen Formen Hggna und Sgrli. Dass diese im 9. Jhd.
in Norwegen noch dreisilbig waren, schliesst B. aus der irischen
Bezeichnung fiir Norwegen, Hiruaih, latinisiert Hirota, die ein
*HarudaR, nicht Hpräar voraussetzt. Aber es kann kaum
nachgewiesen werden, dass die Entlehnung des nord. Namens erst im
9 Jhd. erfolgte. Nach dem was Zimmer in Sitzb. d. preuss. Akad.
1891, 279 ff. über die frühesten Berührungen der Iren mit den
Nordgermanen mitgetbeilt hat, ist eine weit frühere Entlehnung
durchaus nicht ausgeschlossen.
F. Jonsson hat zum Beweis für das hohe Alter der
Ragnars-drápa auf die Form haufud hingewiesen, die metrisch gesichert
ist. Dagegen macht B. S. 9 ff. mit Recht geltend, dass sich
dieses haufua in jener Strophe findet, welche von dem in Schweden
koalisierten Gefjun-Mythus handelt, und dass haufud eine speciell
schwedische Form ist, die nothwendig durch den mittelschwed.
Dat. höfpe und durch das verbum höffia vorausgesetzt wird.
Weniger einleuchtend ist die Erklärung von vineyjar als die schwed.
Form von txeneyjar, wobei das neunorw. vén < vœnn die Brücke
bilden soll.
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