- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Femtonde Bandet. Ny följd. Elfte Bandet. 1899 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Zur germanischen etymologie (C. C. Uhlenbeck)

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Uhlenbeck: Germ. etym.

avest. zbayeiti, zavaiti^ aksl. zova abgeleitet wäre. Dagegen
nimmt Kluge5 129 mit recht eine reservierte haltung an
und fragt, ob das k ähnlich wie dasjenige in got. ahaks u.
dergl. zu beurteilen sei.

Vor allem ist zu bemerken, dass onomatopoetischer
Charakter eines kuckucksnamens nicht von vornherein
selbstverständlich ist, denn der kuckuck hat noch eine andere
typische eigenschaft, welche bei seiner benennung massgebend
sein könnte und, mehr noch, bei dem indischen volke
tatsächlich massgebend gewesen ist. Die sanskritwörter
para-pusta-, parabhfta- bezeichnen den kuckuck als denjenigen
vogel, der nicht von seinen eitern, sondern von fremden
ernährt wird.

Got. gaumjan aus *ga-aumjan gegenüber ga-aukan lässt,
wie Streitberg (Urgerm. gramm. 168) hervorhebt, die
ursprüngliche behandlung von vortonigem ga- deutlich
erkennen (vgl. Johansson, Beitr. 15, 228) und wäre *gauko- kein
nomen, so würde niemand aus lautlichen gründen eine
herleitung desselben aus *ga-auko- beanstanden können. Wörter
wie got. an. as. gatnan, ags. Jörnen und an. gamall, ags.
yrniel beweisen aber, dass ga- in nominalbildungen den
hauptton trug. Die fälle, welche Wadstein (IF. 5, 7 ff.)
besprochen hat, könnten nur bei der beurteilung von *gauko- in
betracht kommen, wenn wir ausschliesslich mit an. gaukr und
nicht auch mit ags. ^éacy ahd. gouh, mnl. gooc zu tun hätten.

Dennoch halte ich es für erlaubt gemeingerm.
*gauko-aus *gá-auko- herzuleiten, wenn man so zu einer
semasiolo-gisch wahrscheinlichen aufFassung des Wortes gelangen kann,
denn wir können ruhig annehmen, dass bei starker
exspi-ratorischer betonung des ersten a das zweite dem Schwunde
ausgesetzt war und sich durch die Zwischenstufe
*gá-uko-ein zweisilbiges *gauko- ergeben musste. Ganz dasselbe hat
ja bei dem nomen *gá-aumö-, an. gaum (neben masc. gaumr),
ahd. gouma7 as. güma stattgefunden.

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