Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
358
Hirt: Anmälan.
H. Osthoff, Etymologische Birerga, L Leipzig, Hirzel 1901.
VIII und 378 ss. 8:o.
Das neue Buch Osthoffs beschäftigt sich mit etymologischen
Untersuchungen, die unter folgenden Stichworten geordnet
erscheinen: I. Aus dem Pflanzenreich. 1. Ceres a creando, 2. Vom
Kernholz, 3. Eiche und Treue, 4. Ahorn. II. Aus dem Tierreich.
1. Hund und Vieh, 2. Vom Horn und Horntier, 3. Wal, qxiÅÅcuva,
4. Frosch, froh und springen. Man kann nicht leugnen, dass diese
Titel so gewählt sind, dass sie von vorn herein die Neugierde
erwecken. Aber in der Einleitung erfahren wir, dass O. mit diesem
Buch auch eine neue Ära der etymologischen Forschung zu
inaugurieren hofft. "Dem Bedürfnis unserer Zeit scheint es mir zu
entsprechen, dass die wissenschaftliche Etymologie von der durch
Fick inaugurierten lexikographischen Behandlungsweise wieder
etwas mehr einlenke in die weiland von Pott so erfolgreich
be-schrittenen Bahnen der zusammenhängenden, begründenden und
untersuchenden Darstellung, oder wenigstens dass jene erstere
Betriebsart nunmehr im erhöhten Masse durch systematisches
Arbeiten in der andern Manier und Richtung ihre Ergänzung finde".
Ich bin mit dem Verfasser ganz darin einverstanden, dass die
etymologische Forschung noch dringend weiterer Untersuchung
bedarf — aber welches Gebiet der indogerm. Sprachwissenschaft
bedürfte deren nicht, da wir ja überall erst in den Anfängen stehen
— nur bezweifle ich, dass auf dem von Osthoff eingeschlagenen
Wege wirklich das Heil der Zukunft liegt. Denn wenn man das
Facit aus dem nicht kleinen Bande zieht, so ergeben sich ein paar
neue Etymologieen, die wohl richtig sind, andere wird man
diskutieren können, und bei anderen muss man sagen: sie sind nicht
wahrscheinlich. Wenn in der Weise, wie dies OsthofF thut, die ganze
Etymologie bearbeitet würde, so würden sich vielleicht hundert
und mehr Bände ergeben, und es fragt sich, wo dafür die Verleger
und ein Publikum, das sie kauft, herkommen sollen. Da die in
dem Buche befolgte Methode für sich selbst sprechen soll, so
müssen wir etwas näher darauf eingehen, zunächst aber einige
Äusser-lichkeiten hervorheben. Die ganzen Ausrahrungen leiden fur mich
an einer unerträglichen Breite, vor allem auch in den Citaten.
Gleich auf der ersten Seite finden wir für die Thatsache, dass man
lat. creare mit ai. karott zusammengestellt hat, 21 Zeilen Citate.
Und diese Citate sind mit einer Ausführlichkeit gegeben, dass
man billig in Erstaunen gerät. Das Buch ist doch fur Gelehrte
geschrieben, von denen man annehmen kann, dass sie die
gebräuchlichsten Abkürzungen kennen, und für die, die sie nicht kennen,
würde eine Zusammenstellung der Abkürzungen am Anfang oder
Schluss genügen. Osthoff aber druckt fast jedesmal Paul-Braunes
Beitr. oder Paul-Braune-Sievers’ Beitr., Brugmann-Streitbergs Indog.
ARKIV FÖB NORDISK FILOLOGI XIX, NT FÖLJD XV.
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>