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278 Sperber : Hálfkenningar.
was er selbst weiss, auch beim Zuhörer als bekannt voraussetzt
lind daher eine ausdrückliche Erwähnung für unnötig hält.
Grössere Schwierigkeiten macht Eyrbyggja S. 7 1 l). Die
Situation ist folgende: Björn Breidvikingakappi sieht, wie
sein Sohn, der allgemein als |>6rodds Kind gilt, seine Axt im
Blute eines Verwundeten färbt. Er spricht die folgende Visa:
Sá ek hvar rann i runni
runnr at Fenris brunni
oegilegr i auguin
idgliki menbrikar etc.
Was die Beurteilung dieser Strophe so schwierig macht,
ist, dass sie in veränderter Gestalt und in anderem Zusam-
menhang auch in der Bjarnar saga Hítdœla kappa vorkommt.
Bj. M. Olsen, der das Verhältnis der beiden Fassungen einer
Besprechung unterzogen hat (Ark. f. n. Fil. X V III 204 ff.),
meint, dass die Bjarnar saga in der Hauptsache das richtige
bewahrt habe, dass also die Lesarten der Eyrbyggja auf
Verderbnis beruhen. In diesem Falle ist die Strophe natür-
lich für Bugges Beweisführung unbrauchbar. Ich halte nun
freilich Olsens Raisonnement nicht für überzeugend, haupt-
sächlich deshalb, weil der Ausdruck at Fenrisbrunni doch
deutlich auf die in der Eyrbyggja vorausgesetzte Situation
hinzuweisen scheint.
Aber auch wenn man von der Fassung der Eyrbyggja
ausgeht, beweist die Strophe nichts, da ein Blick in die Va-
rianten lehrt, dass runnr eine Konjektur für runns ist, und
ebenso menbrikar durch eine, wie Olsen darlegt, schlechte
Änderung des Herausgebers für mer likar (A), mér brikar
(BC) entstanden ist.
Mehr Wahrscheinlichkeit, als Vigfussons Text, dürfte
folgende Lesung haben:
”Så ek, hvar rann i runni
runnr at Fenrisbrunni
oegiligr i augum
id-, glíki mér, -brlkar”.
*) G-erings Ausg. S. 144.
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