Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Bemerkungen zu den Eddaliedern (Ferd. Detter)
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Für die erste Auffassung scheint der zweite helmingr
der v. II 21 zu sprechen, aus dem man gleichfalls auf die
Anwesenheit Hööbroddrs schliessen könnte, denn hier scheint
sich G-uðmundr direct ön Hööbroddr zu wenden mit den
Worten: ’Mal er Hööbroddr! hefnd at vinna, ef vér laegra
hlut lengi bárum’. Aber dieses Argument ist keineswegs
beweisend, denn es ist wol möglich, dass sich Guömundr im
Affecte an den abwesenden Hööbroddr wendet.
Mehr spricht für die zweite Deutung. Vor allem die
Variante I 35 ’þar mun Hööbroddr Helga finna’; ferner, dass
nach Saxo (bei Müller 82) ’Helgo ipsum quoque Hothbroddum
cum omnibus copiis navali pugna delevit’ u. nachdem
nachgewiesen ist, dass das Scheltgedicht der Fassung II denselben
Stand der Sage voraussetzt wie Saxo’s Bericht, wird man nicht
geneigt sein, diese weitere Übereinstimmung zurückzuweisen.
Es kann ferner nicht entgehen, dass bei meiner
Auffassung die v. II 20 der v. If 21 stilistisch sehr nahe steht, da
in beiden Strophen Ausdrücke, welche direct auf den Kampf
hinweisen, euphemistisch durch andere ersetzt sind, welche
sich auf den gemächlichen gesellschaftlichen Verkehr beziehen.
(II 20: ’Hier kann Hööbroddr die Bekanntschaft Helgis machen
m Mitte seiner Flotte’). Die Ironie, welche in ’kenna’ liegt,
ist in I 35 zerstört (finna).J
Den zweiten helmingr der v. II 20 fasse sich nun dahin,
dass Sinfiötli, um seinem Gegner den Werth der, neuen
Bekanntschaft Hööbroddrs zu Gemüfche zu führen, höhnisch sagt,
Hööbroddr werde in Helgi einen berühmten Helden kennen
lernen, den Eroberer des Erbes der Fiörsunge, d. i. des
Landes Hööbroddrs selbst.
1 Ist meine Erklärung richtig, so folgt, dass Helgi u. Hööbroddr sich
bisher noch nicht begegnet haben können, s. S. 68; ferner geht auch
aus diesen Erwägungen hervor, dass das Scheltgedicht II u. die v.
II 25-28 nicht demselben Verfasser angehören, vgl. v. II 28 ’liggja
at jörôu\
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