- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjerde Bind. 1888 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Bemerkungen zu den Eddaliedern (Ferd. Detter)

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fähig waren, weitere Strapazen zu ertragen, wird man wol
auch nicht greifen wollenl.

Da zu kommt, dass I 50 die Stärke des Heeres Helgis als
’fimtán fólk ok sjau thúsundir’ angegeben wird, was dir e et
der v. I 25 (’tolf hundruÖ manna, thó er í Hátúnum hálfu
fleira’) widerspricht. Diesem Widerspruch ist allerdings nicht
viel Beweiskraft beizumessen, denn wir können nicht
entscheiden, ob die zwei ersten Zeilen der v. I 50, welche diese
Angabe enthalten, schon ursprünglich der Strophe angehörten,
da dieselbe überfüllt ist u. da I 50 auch mit dem
Scheltgedichte in Widerspruch steht: v. 50 berichtet nämlich
Guð-mundr, dass ein Theil des feindlichen Heeres bereits gelandet
sei (’gánga fimtán fólk up á land’); das konnte er aber nach
dem Scheltgedichte kaum beobachtet haben s. v. I 32.
Ferner steht ’fyr Grnipalundi’ I 50 dem ’frá Grnipalundi’ I 34
entgegen, stimmt also mit den echten Theilen des Gedichtes (’at
Gnipalundi’ I 30) überein s. S. 822.

Nach unseren Ausführungen Schloss, sich somit
ursprünglich I 51 an I 31 an, so dass sich der Dichter einen Sprung
in der Darstellung erlaubte, indem er nach Schilderung der
Ankunft Helgis sein Publicum sofort in das Lager der Feinde
führte u. daselbst Höðbroddr unter der Voraussetzung, dass er
von der Vorgängen Kunde erhalten habe, die Vorkehrungen
zum folgenden Kampfe treffen liess.

Ein solcher Sprung in der Darstellung hat in diesem Gedichte
nichts befremdendes, da er nicht vereinzelt dasteht (vgl.17,21,53).

Die Frage wie die Interpolation zu Stande kam, ist
gleichfalls leicht zu beantworten. Denn das Scheltgedicht setzt
eine Musterung der landenden Flotte durch die Feinde voraus,
u. man konnte daher den Ausdruck ’their sjalfir’ I 31 leicht
misverstehen u. auf die Feinde beziehen.

1 Ähnlich ist der Fall in der Helgakv. Hiørv., wo 1-5 Atli, 36-43
aber Sigarr als Bote fungirt.

2 Andererseits ist der Anschluss mit ’þeir’ v. 47 seltsam.

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