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.138
Boer: Bosengarten.
II kein platz, da die zahl der helden zu 14 steigen würde. Also
rauss man entweder annehmen, dass Volker in II an Gunthers
stelle eingeführt war, — in diesem fall hat der Rosengarten
Gunther (in die Wormser reihe) neu eingeführt, was sehr wol möglich
war, da die quelle Hagen und Volker kannte, oder dass II zwar
Gunther, aber nicht Volker enthielt; — in diesem fall ist die
aufnähme Volkers im dänischen liede und im Rg. unabhängig zu stande
gekommen; das dänische lied hat ihn an Gunthers stelle gesetzt;
der Rg. nimmt ihn neben Gunther auf. Letztere annahme ist die
wahrscheinlichste. Denn auch sonst lässt sich in den dänischen
Volksliedern dieselbe tendenz beobachten; auch in Grimilds hævn
tritt Volker an Gunthers stelle. Bs braucht wol kaum gesagt zu
werden, dass dadurch, dass Volkers aufnähme in das dänische lied
von seiner aufnähme in Rg. getrennt wird, an dem fur Ilsån und
die übrigen erreichten resultate nichts geändert wird. Denn dort
ist für eine unabhängige aufnähme ein grund.ersichtlich, hier nicht.
Über die, freilich geringe, möglichkeit, dass Vruot aus IV
zu streichen und dass daselbst Sigestap aufzunehmen sei, s. oben s.
134 und anm. 2 *).
Wir kehren zu dem verhältniss des dänischen liedes zum
Rg. zurück. Mit den Rg. hat das lied die neuerung gemein,
dass schon wiederholt von einem rosengarten die rede ist.
Allerdings wird dort nicht eine reihe von Zweikämpfen veranstaltet;
das lied hat die Zweikämpfe ausgemerzt, und an ihre stelle tritt
der kämpf zwischen Amelung und Sigurdr, der nun im rosengarten
gehalten wird. (dB 31: ieg rüder mig i rossenslundt 33: Simr
hand stanndir i lundin; ähnlich d F 27, s B2 41 Ca 30. 32)a).
Daraus erklärt sich der spass des königs, als Siuard mit einer
esche auf dem rücken angelaufen kommt, d A 86: Siuordt haffuer
y lunndenn verritt, hannd ber paa røgenn em blomme8).
Diese stellen lehren, dass im Rg. von einer Verbindung eines
mythischen rosengartens, den eine jungfrau besitzt, mit einer
heterogenen erzählung von Dietrichs kämpf mit Sigfrid nicht die
rede sein kann. Der rosengarten (rosenelund) ist aus dem walde
entsprungen, in dem die begegnung zwischen Amelung und Sigurdr
und auch die zwischen Vidga und Bdgeirr statt fand, und der iü
den liedern noch häufig, sogar gewöhnlich neben dem ’rosenelund’
*) Da Ð aus zwei redactionen Da und Db zusammengesetzt ist,
besteht in bezug auf ein paar helden ein zweifei, auf welchen wege sie in Ð
gekommen sind. Hartnit tritt zuerst in D auf, er kann schon aus Ð b
stammen. Ferner wäre es denkbar, dass Eckehart, den D nur in der einleitung
kennt (s. 106 und anm.), in der quelle von AFD a in die heldenreihe
aufgenommen war. In diesem fall mösste hier entweder Vruot oder Riiedegér
ausgelassen sein; der Vermittler zwischen Rg. original und D wäre dann
für diesen helden D b. In bezug auf Riiedegér ist das aber sehr
unwahrscheinlich, da A und F beide spuren von ihm erhalten haben. Also ist es
auch in diesem punkte Vruot, dessen Stellung einigermassen unsicher ist.
*) Daraus im kampfe mit den riesen s E 9: han rider i rosenelund.
*) Über jüngere ausfiihrungen dieses themas s. § 4.
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