- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Tjugoåttonde Bandet. Ny följd. Tjugofjärde Bandet. 1912 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Meyer: Snorri als Mytho^raph. U S
der ausländischen Literatur ist das bedeutendste wissen-
schaftliche Werk Islands, die Edda des Siiorri Sturluson”.
Was ich nun eben gerade bestreiten möchte.
Folgende Momente scheinen mir für die Edda über-
haupt, ganz besonders aber für die Gylfaginning charakteri-
stisch: eine bestimmte, wenn auch lose Systematik der Ge-
samtanordnung (mag man nun die Mogks a. a. O. S. 907
annehmen oder meine a. a. 0. S. 560), die aber beträcht-
liche Einschübe nicht nur gestattet, sondern fast zu fordern
scheint (das beste Ross und das beste Schiff c. 42—43);
eine etwas strengere, wenn auch nicht pedantisch eingehal-
tene Systematik der Einzeldarstellung (Rel.-Gesch. S. 565);
bei der Interpretation starke Neigung zur Etymologie der
Namen (bes. c. 35 bei den Mägden der Frigg), und eine
kaum geringere zur allegorischen Deutung (die Kräfte in
Utgard c. 37, Wilkens Ausgabe S. 69).
Sind nun diese Eigenheiten wirklich auf Nachbildung
der von Snorri benutzten eddischen Geschichte zurückzu-
führen?
Die Aehnlichkeit mit der Vçluspà besteht doch tatsäch-
lich nur in der unvermeidlichen Gemeinsamkeit des Inhalts:
Yçl. und Gylf. erzählen von der Schöpfung und dem Welt-
untergang. Dass sich Interpolationen in der Y9I. befinden,
wie der Zwergkatalog, wird man mit den Einschüben, durch
die der Yerfasser der Edda selbst seine Disposition stört,
gewiss nicht vergleichen dürfen. Sonst aber wüsste ich
wirklich keinen Punkt, in dem ein Gedicht von der Art der
YqI. als Yorbild des Gylf. hätte dienen können. Dort eine
streng pragmatische Entwicklung, die die Schöpfung mit
dem Weltuntergang in eine kausale Yerkniipfung bringt
(w’ofür ich wieder auf meine Rel.-Gesch. S. 448 zu verwei-
sen wage) — hier eine rein systematische Anordnung. Bei
der vçlva ein chronologisch geordneter Bericht; bei Snorri
ein Nebeneinander als Hauptteil, allerdings durch den Schöp-

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